Was Frauen wollen ?!!
Mal ganz blöde gefragt: sind Männer die besseren Sprecher??? das will man (also ich jetzt) natürlich nicht glauben und doch fällt eines auf: die meisten Promisprecherinnen lesen mit Vorliebe ruhig, sinnlich und betonungsfrei - gääähn…
Jetzt ist es so, dass ich, und wie ich in Gesprächen mit meinen Mitmenschen herausgefunden habe, auch andere, gerne etwas mehr Aktion haben möchten, sonst könnte ich die Bücher ja gleich selber lesen.
Ich will hören, wie sich der Vorleser/die Vorleserin die Charaktere vorstellt, ich will erleben, ob die Protagonisten traurig, verliebt, oder dämlich sind.Und das leisten leider die wenigsten Frauen - kaum eine schmeißt sich so ins Zeug, wie z.B. Andrea Sawatzki (prominent und durchaus eine sinnliche Frau) in Glennkill von Leonie Swan. Da blökt sie hemmungslos diverse Schaf-Rollen, spricht irische Bauern und hat offensichtlich viel Spaß an der Sache.
Und natürlich gibt es auch Schauspielerinnen wie Hannelore Hoger, Monica Bleibtreu oder Judy Winter, die durch Ihre Erfahrung und Persönlichkeit absolut überzeugen oder Ausnahmeerscheinungen wie Sophie Rois oder Katharina Thalbach.
Aber dann ist da wieder diese stimmlose Hauchfraktion, wie ich sie gerne nenne. Ist es denkbar, dass einige Regisseure sich einfach frech den Traum erfüllen, ein paar Tage im Dunkeln mit ihren Lieblingsschauspielerinnen, wie z.B. Iris Berben oder Hannelore Elsner zu verbringen, um dann endlich einmal die Regieanweisung geben zu können: “Du wir legen das jetzt erstmal eher sinnlich an, und dann gucken wir mal…..” ??!!
Ja, eine Frage, die mich schon lange bewegt und auf die ich wirklich gerne eine Antwort hätte. Also, Erklärungsversuche gerne an mich und ansonsten kann ich nur hoffen, dass auch den Frauen bald nichts mehr zu peinlich ist und dass ihr Publikum auch klar “Ja” sagt zu spannend interpretierten Hörbüchern!
Glennkill. Starke Stimmen. Brigitte Hörbuch-Edition 2, 4 CDs