Nov
05
2009

Wochenmotto - Miss Daisy & ihr Chauffeur

Das Melodrama von 1989 erzählt die Geschichte einer reichen, jüdischen und etwas schrulligen Dame (gespielt von Jessica Tandy), die von ihrem Sohn gezwungen wird, einen Chauffeur zu engagieren, da sie bereits etliche Fahrzeuge zu Schrott gefahren hat. Die Beziehung zu ihrem Chauffeur (Morgan Freeman) ist zunächst sehr unterkühlt und erst nach Jahren entspannt sich die Lage und sie merken, dass sie etwas ganz Besonderes aneinander haben.
“Miss Daisy und ihr Chauffeur” war der Überraschungssieger bei der Oscarverleihung 1990.

Die Vier auf dem Besetzungssofa sind weder schrullig noch unterkühlt, aber sie könnten sicherlich jederzeit in die Rollen des Chauffeurs oder der Witwe schlüpfen…Evelyn Gressmann, Andreas Mannkopff, Stefan Fredrich und Helmut Krauss.


Gressmann, Evelyn

Evelyn Gressmann
Geb. 1943 in Berlin. Lebt in Berlin.

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Evelyn Gressmann studierte Schauspiel bei Marlise Ludwig und arbeitet seit den 1960er Jahren als Synchronsprecherin und als Schauspielerin für Bühne und Fernsehen. Häufig sah man sie in Berliner Boulevard-Theatern, erste größere Rollen in Film und Fernsehen hatte sie in Filmen mit Hansi Kraus.
Sie spielte Episodenrollen in Serien wie „Berliner Weiße mit Schuss“, „Sylter Geschichten“ oder „Das Traumschiff“, die Rolle der Ex-Frau von Dieter Hallervorden in der ZDF-Serie „Die Nervensäge“/“Didi – Der Untermieter“ sowie die durchgehende Rolle der Edeltraut Krüger (als Filmehefrau von Günter Pfitzmann) in der populären Serie „Drei Damen vom Grill“ mit Brigitte Mira, Brigitte Grothum und Gabriele Schramm.

In den ersten Jahren ihrer Sprechertätigkeit synchronisierte sie Schauspielerinnen wie Jacqueline Bisset (in: „Die wilden Jahre“), Catherine Deneuve im legendären „Belle de Jour“ (mit Michel Piccoli) und später nochmals in „Wahl der Waffen“ (mit Yves Montand und Gérard Depardieu), Bette Davis („Die Braut kam per Nachnahme“), Jane Fonda („Morgen ist mein Tag“), Marie Versini („Winnetou und sein Freund Old Firehand) sowie mehrfach Mary Tyler Moore.
Später hörte man ihre Stimme auch häufiger in Serien, z.B. als Synchronstimme von Stephanie Hodge (Schwester Sandy) in „Hallo Schwester“, von Louise Sorel (Augusta Lockridge) in „California Clan“, von Joanna Gleason (Nadine Berkus) in „Love & War“, von Faith Prince (Claudia Sacks Lassiter) in „Chaos City“ und zuletzt 2008 von Rose Hill (Madame Fanny) in der erst spät synchronisierten britischen Kultserie „Allo´Allo“.


Mannkopff, Andreas

Andreas Mannkopff
Geb. 1939 in Berlin. Lebt in Berlin.

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Andreas Mannkopff studierte Schauspiel (”Fritz-Kirchhoff-Schule”) und Gesang in Berlin und spielte danach am Düsseldorfer Kom(m)ödchen sowie an Kabarett-Bühnen in Heidelberg und Berlin. Er hatte weitere Engagements u.a. am Berliner Schlossparktheater und an Hamburger Bühnen. Für das Musical-Theater wurde er entdeckt, als er unter der Regie von Helmut Baumann am Theater des Westens „Company“ und „1,2,3“ spielte. Es folgten Rollen z.B. in „My Fair Lady“, Die Drei von der Tankstelle, „Wie einst im Mai“ oder „Das weiße Rössl“

Seine erste Filmrolle hatte er 1967 als „Kutte“ in Jürgen Büchmanns Film „Das Geständnis eines Mädchens“, seine erste durchgehende Serienrolle kurz darauf als Filmsohn von Inge Meysel in „Ida Rogalski – Mutter von fünf Söhnen“. Von da an wurde er in zahlreichen unterschiedlichsten Rollen in Filmen und Serien besetzt: Man sah ihn u.a. 5 x im Tatort, in „Jack the Ripper“ an der Seite von Klaus Kinski, als Reporter Hansi Häusler in der Comedyshow „Dr. Muffels Telebrause“ (Autoren: Robert Gernhardt, Bernd Eilert und Peter Knorr), in Otto – der Film, in den ZDF-Weihnachtsmehrteilern „Jack Holborn“ (1982), „Patrick Pacard“ (1984) und „Oliver Maass“ (1985) oder Hape Kerkelings „Samba in Mettmann“ (2004), außerdem immer wieder in Episodenrollen in Serien wie „Die Wicherts von Nebenan“, „Der Fahnder“ , „Das Traumschiff“, „Nicht von schlechten Eltern“, „Immer wieder Sonntag“, „Schwarz greift ein“, „Großstadtrevier“ oder zuletzt bei „Sperling“.

Als Synchronsprecher lieh er seine Stimme zahlreichen Film- und Serienfiguren, u.a. Benny Hill in der „Benny Hill Show“, John Candy (u.a. in Spaceballs; Wer ist Harry Crumb?; Ein Ticket für Zwei), Terry Gilliam in „Das Leben des Brian“ und der „Der Sinn des Lebens“ sowie den Zeichentrickfiguren Garfield und Lucky Luke.

Für den Berliner Hörbuchverlag Words & Music wirkte er außerdem kürzlich bei einigen außergewöhnliche Hörbuchproduktionen mit:
Scheerbartiana (2007) - Andreas Mannkopff liest Prosatexte von Paul Scheerbart
Ubu Rex Saxonia (2008) - Nach dem Theaterstück von Ubu Roi


Fredrich, Stefan

Stefan Fredrich
Geb. 1954 in Berlin. Lebt in Berlin.

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Nach einem Musikstudium an der Berliner Hochschule der Künste studierte Stefan Fredrich Schauspiel an der “Fritz-Kirchhoff-Schule” in Berlin. Von 1978-1988 war er am Berliner Grips-Theater engagiert. Man sah man ihn in einigen Episodenrollen im Fernsehen und später auf der Bühne bei diversen Tourneetheaterproduktionen, im Theater am Kurfürstendamm und im Winterhuder Fährhaus in Hamburg.

Heute arbeitet er überwiegend als Synchronsprecher, Dialogregisseur und Dialogbuchautor.
Seit „Ace Ventura“ ist er z.B. die feste deutsche Synchronstimme von Jim Carey (also auch in „Die Truman-Show“, „Bruce Allmächtig“ oder zuletzt „Der Ja-Sager“), John Turturro synchronsierte er bis auf wenige Ausnahmen seit „Quiz-Show“ (auch in „The Big Lebowski“, „Der gute Hirte“, „Transformers“, „Transformers – Die Rache“ und kürzlich in „Inside Hollywood“), Vince Vaughn mehrfach und durchgehend seit „Trennung mit Hindernissen“ (mit Jennifer Aniston), Meat Loaf immer wieder z.B. in „Spice World“, „Fight Club“ oder „Chasing Ghosts“, Tim Robbins in „Mystic River“ und Philipp Seymour Hoffmann in dessen frühen Filmen wie „Der Duft der Frauen“, u.v.a.
In Serien hörte man ihn z.B. als Dr. Peter Brenton (Eriq La Salle) in „Emergency Room“ oder als Drew Carey in „Die Drew-Carey-Show“.
Er schrieb Dialogbücher z.B. für „Get Smart“, „Hairspray“, „The Batman“ (Serie) und führte Dialogregie u.a. in „24“, „Dexter“, „Nip/Tuck“, „The Transporter“, „Pitch Black“, „Big Momas House“ (1+2), „Hairspray“ oder „Get Smart“.


Krauss, Helmut

Helmut Krauss
Geb. 1941 in Augsburg. Lebt in Berlin.

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Helmut Krauss schnupperte mit 16 als Komparse am Theater in Augsburg erste Bühnenluft, studierte später Pädagogik und nahm Schauspielunterricht in Augsburg und München. Im Alter von 22 Jahren ging er nach Berlin und arbeitete zunächst als Programmansager und Nachrichtensprecher für den SFB sowie für literarische und politische Programme beim damaligen Berliner Rundfunksender RIAS.
Später sprach er auch Features, arbeitete beim Hörspiel, spielte am Berliner Forum-Theater und kam über Dokumentarfilme zum Synchronsprechen. „Ein Jahr ohne Vater“ mit Paul Winfield war seine erste große Synchronrolle, Paul Winfield wurde für diese Rolle 1973 als Bester Hauptdarsteller für den Oscar nominiert. Marlon Brando, den Helmut Krauss später mehrfach z.B. in Don Juan DeMarco synchronisierte, gewann damals den Oscar für seine Rolle in Francis Ford Coppolas „Der Pate“.
Über die Bühne (Die Tribüne, Berlin) empfahl er sich für weitere große Synchronrollen, wie John Goodman in “Flintstones”, “Die Borger”, “The big Lebowski”, Samuel Jackson in „Pulp Fiction“, „Kill Bill“, Sidney Poitier in “Nelson Mandela”, Jean Reno in “Im Rausch der Tiefe” u.v.a.m.

Eine weiteres künstlerisches Standbein ist neben zahlreichen TV-Eposidenrollen seit 27 Jahren die ZDF-Serie „Löwenzahn“: Helmut Krauss in der Rolle des Nachbarn „Paschulke“, viele Jahre mit Peter Lustig, und nach dessen „Ruhestand“ 2006 an der Seite von Guido Hammesfahr.
Man sieht ihn außerdem weiterhin auf der Bühne, z.B. 2006 bei den Störtebeker-Festspielen (R.: Holger Mahlich), bei den Bregenzer Festspielen, auf Tournee mit dem Berliner „Theater des Ostens“ und immer häufiger auch bei Live-Hörspielen. Ebenfalls kennt man seine Stimme aus Literaturlesungen und Hörspielen, z.B. aus der Kult-Hörspielreihe „Offenbarung 23“.

Lieferbare Hörbücher, Tonträger mit Helmut Krauss z.B. bei amazon.de

Written by Claudia Hesse in: 3. Besetzungscouch | |

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