Hörbucher etc…: Matthias Brandt oder nee… Manfred Zapatka
Zu Recht denke ich, denn die Interpretation von „Der Himmel auf Erden“ von Ake Edwardson ist schon irgendwie zum Niederknien. Das Buch ist nämlich gar nicht so unproblematisch, muss der Sprecher doch ständig unterschiedliche Erzählebenen rüber bringen. Nun muss man sagen, dass die Lesung desselben Buches von Manfred Zapatka aus 2004 irgendwie auch zum Niederknien war – anders, aber auch toll.
Matthias Brandt geht mehr auf alle Charaktere und Rollen ein, er verkörpert Kinder mit ihrer Leichtigkeit und den Psychomörder mit dem entsprechenden Fünkchen Wahnsinn. Manfred Zapatka (u.a. Bester Interpret beim Deutschen Hörbuchpreis 2009) hingegen geht eher auf die Stimmung des Buches ein: ein bisschen Tristesse, es ist Winter, es ist dunkel, es spielt in Skandinavien und Zapatka spricht trocken, warm, weich, kühl, schnarrt ab und zu, aber bleibt als „Darsteller“ etwas zurückhaltender.
Und da ich schwedische Krimis liebe und Manfred Zapatka toll finde und Matthias Brandt toll finde, habe ich ALLES - Buch, Hörbuch 1 und Hörbuch 2 und ich hatte großen Spaß dabei, meine eigene Vorstellung mit derer der beiden Vorleser zu vergleichen. Wer das auch machen möchte, leiht, klaut, kauft:
Der Himmel auf Erden. Hörbuch. Gelesen von Manfred Zapatka. (bei amazon.de
Der Himmel auf Erden. Hörbuch. Gelesen von Matthias Brandt. (bei amazon.de
oder
Der Himmel auf Erden. Von Ake Edwardson. Buchausgabe (bei amazon.de)