Mai
19
2010

Veranstaltungshinweis Hamburg: Machtclub 82 am 01.06.2010

Thema: “Prosapcici-Grillspezialitäten für Intellektuelle”
Gäste: Eric Pfeil, Philipp Kohlhöfer und Nicolas Sturm
Wann: Dienstag, 1. Juni 2010, 20:30 Uhr
Wo: Uebel & Gefaehrlich, Feldstraße 66, 20359 Hamburg
Wie: Eintritt. 9,00 EUR, Karten sind im Vorverkauf erhältlich. Infos unter: www.macht.de

“Zu sehr ist das Grillen in den letzten Jahren in Verruf geraten, es handle sich dabei bloß um Kochen für Dumme. Im Grunde wäre es lediglich Ausdruck eines ganz anderen Triebes: Denn Fleisch meint oft nicht nur Fleisch. Knickknack.
Wir sagen: Falsch! Wir wollen dem Grillen die Würde zurückgeben. Wir wollen zeigen, wie man mit Niveau und auf äußerst intellektuelle Art grillt. Deshalb gibt es nicht nur Wurst, sondern darüber hinaus die besten Fleischrätsel aus hundert Jahren Grillgeschichte. Dazu die Lieblingsgerichte prominenter Literaten wie etwa das Grassschlik, Dickens Wings oder das Goetheki.
Grillspezis werden vor Ort sein und uns mit den besten BBQ-Kunststücken verzaubern. Deftige Kost für Leib und Seele. Speckpoesie und Wurstprosa. Das alles findet, wie beim Grillen üblich, unter freiem Himmel statt, auf der Terrasse des Uebel & Gefährlich. Schifft es, gehen wir rein.”

Eric Pfeil - Grillplatte Kylie Minogue

An seinem 38. Geburtstag beschließt der Musikjournalist Eric Pfeil nicht nur, die Band für Afrika wieder zusammenzubringen, sondern beginnt auch ein popkulturelles Tagebuch, in dem er der Frage nachgeht, wie man als jemand, der die 40 im Visier hat, seine Liebe zur Popmusik lebendig halten kann. Vor Musikverdrossenheit schützt natürlich nur: Musik. Die Rettung kommt von Göttern und anderen Außenseitern: von Kevin Ayers, dem großen Verduftikus der Pop-Geschichte; von Bob Dylan, dem mutigen Mythenzerdepperer; von sexuell verwirrten Menschen wie Tom Jones und Devendra Banhart; von der wunderbaren Nervensäge Adriano Celentano oder dem weltmürben Robyn Hitchcock. Und natürlich von neuen Künstlern wie Vampire Weekend, Bon Iver oder den Black Lips.
»Komm, wir werfen ein Schlagzeug in den Schnee« ist ein lustvolles, verrücktes, kluges Buch über des Menschen wichtigstes Lebenselexier von einem der aufregendsten Musikjournalisten deutscher Sprache.

Darüber hinaus ist Pfeil ein leidenschaftlicher Griller, der das Extrem-Grilling wieder salonfähig gemacht hat. Das Grillen mit freiem Oberköprer über einer riesigen Glutfläche, auf die man die Tiere direkt legt. Durch die große Hitze weiden sie sich aus und teilen sich in Essbares und Unesbares. Eine Grillmethode, die in der Vergangenheit etwas in Verruf geraten ist.

Eric Pfeil: “Komm, wir werfen ein Schlagzeug in den Schnee” (KiWi 2010)

Philipp Kohlhöfer - Räuberteller Deutschland

Philip Kohlhöfer macht sich auf die Suche nach der Heimat. Aber was ist Heimat eigentlich? Und wie ist das speziell als Deutscher? Scheint doch hier immer noch zu gelten: Zuviel Vaterliebe ist gar nicht gut. Kohlhöfer macht sich in seinem Buch »Grillsaison« auf die Suche nach dem Deutschlandgefühl. Neben seinen Erfahrungen hat Kohlhöfer noch die besten Grillgerichte aus verschiedenen Bundesländern mitgebracht. So wird es den Spockenlogg geben, eine Spezialität aus Hack und Mecklenburg-Vorpommern. Den Bocklümmel, ein Fleischungetüm groß wie ein Kinderarm aus dem Saarland. Oder aber das Spratzengrung, eine Art offenes Flambieren, das im Raum um Nürnberg praktiziert wird.
Philipp Kohlhöfer: “Grillsaison” (Goldmann 2010)

Nicolas Sturm -  Schlachterplatte Bob Dylan

»Doppelleben« heißt seine gerade bei Omaha-Records erschienene CD-EP. Zehn Lieder sind drauf, also fast schon ein Album. Für Nicolas Sturm bilden der Text und die Musik in seinen Liedern eine Einheit, gleichwohl er zugibt, dass er weit mehr Zeit mit dem Verfassen der Texte verbringt als mit dem Schreiben der Musik. Melodien flögen ihm zu, das Texten sei Quälerei. Vielleicht liegt es an Sturms Inspirationsquellen: Er lässt sich von gelben und roten Reclamheften inspirieren sowie alten Donald Duck Comics.
Auch bemerkenswert: Alle Instrumente, die auf der EP zum Einsatz kamen sind älter als der Künstler selbst.
Darüber hinaus ist Sturm Fachmann des veganen Grillens. Unter Einsatz Unmengen von Alufolie grillt er alles, was bei drei noch an den Bäumen ist.

Moderation: Broi La Uebel und Bratmaxe Amtsberg

Präsentiert von der Hamburger Morgenpost und der Szene Hamburg, gefördert von der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, unterstützt vom Hotel Reichshof Maritim und dem Writers’ Room e.V. Hamburg

Written by verwalter in: TV-/Veranstaltungstipps | |

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