Ich hatte ja meine Vorurteile, als ich von diesem Film las. Ehrlich gesagt, fand ich Sibel Kekilli in „Gegen die Wand“ irgendwie unglaubwürdig. Ja sogar fast schlecht. Das mag daran liegen, dass sie damals ein Neuling in der Filmbranche war und sozusagen auf der Strasse entdeckt wurde. Das ist nicht immer verkehrt, aber irgendwas hat mich gestört, als ich den Film im Kino sah. Ganz anders heute einige Jahre später. Der Trailer und mein lieber Kollege Kratzenstein haben „Die Fremde – Kinostart: 11.03.2010“ weiterlesen
Jerry Cotton – Kinostart: 11.03.2010
Als ich klein war, verbrachten meine Schwester und ich die Wochenenden oft bei unseren Großeltern. Das hatte verschiedene Gründe. Unserer Eltern waren wohl froh, mal Zeit für sich zu haben. Und wir Kinder waren gerne dort. Opa Alfred konnte nicht nur gut kochen, sondern Oma Lotti hat uns immer verwöhnt. Und sie hatte mit ihren Freundinnen aus der Nachbarschaft eine Art Lesezirkel. Da es in der DDR kaum die sogenannten „Groschenromane“ gab, wurden alle, die die „West-Verwandschaft“ schmuggeln konnte, untereinander getauscht. In jedem Roman gab es vorne eine eingeklebten weissen Zettel, auf dem die „Damen“ ihren Namen hinterliessen. Denn teilweise konnte man sich gar nicht erinnern, was man schon gelesen hatte, die Geschichten ähnelten sich ja häufig. Meine Oma interessierte sich mehr für die Ärzte-Romane. Wir Kinder aber waren auf Jerry Cotton Romane scharf. Einmal angefangen zu lesen, schaffte man an einem Wochenende locker den ganzen Roman.
„Der tadellose Ruf des New Yorker FBI-Agenten Jerry Cotton (Christian Tramitz) ist in Gefahr. Die Leiterin der Dienstaufsichtsbehörde, Daryl D. Zanuck (Christiane Paul), wirft ihm einen Doppelmord vor. Hat Jerry aus Rache Sammy Serrano (Moritz Bleibtreu) erschossen, weil er dem Gangsterboss den States Union Goldraub nachweisen konnte? Und hat er wirklich seinen FBI-Partner Ted Conroy (Janek Ricke) ermordet, um den einzigen Zeugen zu beseitigen? Für Jerry beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: Er muss seinen eigenen Leuten beim FBI entkommen, sich an die Fersen des Gangsters Klaus Schmidt (Heino Ferch) und seiner Bande (Monica Cruz, Jürgen Tarrach, Joram Voelklein) heften und schnellstmöglichst den wahren Mörder finden. Jerrys einzige Verbündete sind sein roter Jaguar E-Type, seine Smith & Wesson, Kaliber 38, und ausgerechnet sein neuer Partner Phil Decker (Christian Ulmen). Regie: Cyrill Boss und Philipp Stennert
Mehr Infos und Trailer unter: http://www.jerrycotton-film.de/
Cast (Auszug):
• Christian Tramitz – „Jerry Cotton“
• Christian Ulmen – „Phil Decker“
• Monica Cruz – „Malenan“ (Claudia Lössl?)
• Christiane Paul – „Daryl D. Zanuck“
• Heino Ferch – „Klaus Schmidt“
• Joram Voelklein – „Johnny Rocco“
• Jürgen Tarrach – „Ruby“
• Herbert Knaup – „Mr. High“
• Moritz Bleibtreu – „Sammy Serrano“
• Janek Ricke – „Ted Conroy“
Ein Prophet – Kinostart: 11.03.2010
Als ich las, dass Niels Alestrup den korsischen Mafiaboss Cesar spielt, wusste ich sofort: den Film muss ich sehen. Niels Alestrup fiel mir in „Schmetterling und Taucherglocke“ auf. Spielt da allerdings einen komplett gegenteiligen Charakter. Den Bafta hat dieser Film schon geholt, in Cannes „Ein Prophet – Kinostart: 11.03.2010“ weiterlesen
Mutter ist ein Sexmaschien. Von Heinz Strunk. Ab März 2010
Wenngleich sich Heinz Strunk eine Schaffenspause verordnet hat (die Hintergründe bitte dem Grußwort 01/2010 auf heinzstrunk.de entnehmen), gibt es „als kleines Zuckerl, Happerl, Schmankerl fürs weitgehend strunkfreie Jahr im Frühling eine Art Zwischen/Interimslösung, ein neues Album mit Hörspielen UND Musik, es trägt den programmatischen Titel „Mutter ist ein Sexmaschien“.“
Erscheint in diesen Tagen bei tacheles!, dem Hörbuchlabel von Roofmusic in Bochum, die u.a. auch die überaus erfolgreichen Hape Kerkeling Hörbucher veröffentlicht haben.
„Hörspiel. Musik. Pause. Musik. Pause. Hörspiel. Pause. Pause. Musik.
Die Abfolge digitaler Einsen und Nullen, der Lumpenball der vernommenen Worte, die Rohmasse der Abfälle wird größer und größer. Und nun ist sie in Brand geraten, steht in hellen Flammen: Burn, mother, burn! Heinz Strunk zerlegt die Wirklichkeit in Pixelpunkte, ein fortgesetztes Brechen, Splittern und Reißen. …“
„Ich verneige mich vor meinem Werk. Und zwar kreuzweise.“ (Heinz Strunk)
Mehr braucht man wohl nicht zu sagen.“ (heinzstrunk.de)
Volksbühne Berlin / Lesebühne: Rocko liest Schamoni, 04.03.2010, 21.00 Uhr
Rocko Schamoni, Entertainer, Musiker, Schauspieler, Klubbetreiber und festes Mitglied im Studio Braun, stellt sich an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz zum ersten Mal als Leser seiner eigenen Texte vor.
Rocko liest Schamoni heißt:
Rocko liest aus seinen drei veröffentlichten Büchern „Risiko des Ruhms“, „Dorfpunks“ und „Sternstunden der Bedeutungslosigkeit“. Und sicher wird Rocko Schamoni mit dieser oder jenen unbekannten Geschichte aus seiner Schublade aufwarten. Bei so vielseitigen Begabungen Schamonis darf man auf kurzweilige Texte und ein prickelndes Entertainment hoffen. (Karten und weitere Infos: volksbuehne-berlin.de)
Hörbuchtipp: Alice im Wunderland. Gelesen von David Nathan. Ab März 2010
Zeitgleich zum Start des neuen Kinofilms von Tim Burton im März 2010 erscheint der Märchenklassiker in einer neuen Ausgabe als Buch und Hörbuch.
Lewis Carroll: Alice im Wunderland – Ungekürzte Lesung (3 CD, € 19,95)
Aus dem Englischen von Barbara Teutsch
Erzähler: David Nathan, Musik: Jan-Peter Pflug, Regie: Frank Gustavus
Hörprobe und weitere Infos bei oetinger audio.
Außerdem erscheint im März 2010 bei oetinger die Fortsetzung der Wilde Hühner-Kultserie von Cornelia Funke:
„Die wilden Küken“ von Thomas Schmidt, gesprochen von Anne Moll. (3 CD, € 16,95)
Hörprobe und weitere Infos
Hörspieltipp: Huckleberry Finns Abenteuer (1/5), 10.03.2010, 21.33 Uhr, Deutschlandradio Kultur
Huckleberry Finns Abenteuer. Ursendung. Hörspiel in fünf Teilen nach dem gleichnamigen Roman von Mark Twain. Neu übersetzt von Andreas Nohl.
Mit: Patrick Güldenberg (Huckleberry Finn), Kostja Ullmann (Tom Sawyer), Bernhard Schütz, Reinhard Firchow, Gabriele Blum, Rik DeLisle u.a.
Bearbeitung und Regie: Alexander Schuhmacher
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2010
`“Tom und ich fanden Geld, das Räuber in einer Höhle versteckt hatten, und wir waren mit einem Schlag reich. Die Witwe Douglas nahm mich als ihren Sohn an und wollte mich zivilisieren.“ Aber das ist nichts für Huck Finn. Überhaupt bringt ihm der Reichtum kein Glück, denn plötzlich taucht sein brutaler Vater wieder auf und fordert Geld für seine Sauferei.`(dradio.de)
Nächste Folge (2/5), 17.03.2010, 21.33 – 22.30 Uhr, Deutschlandradio Kultur
Außerdem:
– Die Hörspiele „Tom Sawyers Abenteuer“ und „Huckleberry Finns Abenteuer“ erscheinen zur Leipziger Buchmesse am 19.03.2010 zusammen als Hörbuch (5 CDs, 355 Min.) im Münchner Hörverlag.
– DeutschlandRadio präsentiert die Hörspielproduktion „Tom Sawyer“ auf der Leipziger Buchmesse (Leipzig hört)
Mitwirkende: Alexander Schuhmacher (Bearbeiter und Regisseur), Christoph Richter (Regieassistent)
Moderation: Stefanie Hoster (Hörspielchefin DKultur)
Datum: 20.März 2010
Uhrzeit: 18:00 – 19:30 Uhr
Ort: Alte Handelsbörse Leipzig
Hörspieltipp: Tom Sawyers Abenteuer, 07.03.2010, 18.30 Uhr, Deutschlandradio Kultur
Tom Sawyers Abenteuer. Ursendung.
Mit: Kostja Ullmann (Tom Sawyer), Patrick Güldenberg (Huckleberry Finn), Rik DeLisle, Ulrich Noethen (Mark Twain), u.v.a.
Anlässlich des 100. Todestages von Mark Twain im April 2010 erscheinen „Hörspieltipp: Tom Sawyers Abenteuer, 07.03.2010, 18.30 Uhr, Deutschlandradio Kultur“ weiterlesen
Düsseldorfer Schauspielhaus: Endstation Sehnsucht mit Janina Sachau und Tanja Schleiff
Tina Esch, Hastings Düsseldorf, hat die Inszenierung inzwischen bereits gesehen und ist begeistert. Sie schrieb:
Die Bühne: ein tristes graues Zimmer, in dem es immerzu regnet – alle Sehnsüchte werden ertränkt.
Und obwohl auch ich mir am Anfang der Inszenierung nicht ganz sicher war, was ich von dem Bühnen-Dauerregen halten soll – böse Zungen titulierten ihn schon in der Pause als Effekthascherei -, dank des starken Düsseldorfer Ensembles tritt der Regen in den Hintergrund.
Die Düsseldorfer Inszenierung von „Endstation Sehnsucht“ geht unter die Haut, hervorzuheben sind die beiden Hauptdarstellerinnen Janina Sachau (Blanche) und Tanja Schleiff (Stella). Ein bewegendes Stück Theater, zu sehen im Kleinen Haus in Düsseldorf.
DerWesten über die Premiere am 06. Februar:
„Tennessee Williams’ Klassiker „Endstation Sehnsucht“ überzeugte in Düsseldorf mit starken Darstellern.“ Und: „eine Leistung besteht darin, dass das Stück, das doch eigentlich jeder kennt, keine Minute langweilt.“
Endstation Sehnsucht von Tennessee Williams
Mit: Denis Geyersbach, Stefan Kaminsky, Pauline Knof, Eugen König, Wolfram Rupperti, Janina Sachau, Tanja Schleiff, Heidi Weichelt
Inszenierung: Stephan Rottkamp, Dramaturgie: Stephan Wetzel
Alle Infos auf Düsseldorfer Schauspielhaus
Nächste Vorstellungen: 04., 10., 22. März
Crazy Heart – Kinostart: 04.03.2010
Country Musik ist leider überhaupt nicht mein Ding. Aber ich war dennoch ein grosser Fan von „Walk the Line“. Vielleicht sollte ich diesem Streifen auch eine Chance geben, und nicht vorschnell urteilen.
Was mich auf jeden Fall verunsichert hat, war mal wieder eine Synchronbesetzung. Auch hier wieder eine großartige Arbeit, vor der man den Hut ziehen muss. Joachim Tennstedt als Jeff Bridges. Den Cowboy kauf ich ihm sofort ab.
„In CRAZY HEART spielt der viermal für den Oscar nominierte Jeff Bridges Bad Blake, den komischen und tragischen Antihelden der Geschichte: Im Spielfilmerstling des Regisseurs und Drehbuchautors Scott Cooper gibt er einen ausgebrannten Country-Sänger, der schon einige Ehen hinter sich hat, viel zu lange über die Lande getingelt ist und dabei viel zu viel Hochprozentiges zu sich genommen hat. Dennoch stehen die Chancen auf Erlösung nicht schlecht, als er eines Tages auf die Journalistin Jean (die zweifach Golden-Globe-nominierte Maggie Gyllenhaal) trifft, die den Mann hinter dem ausgebrannten Musiker entdeckt. Nun muss Bad erkennen, wie schwierig der Weg zurück ins „normale“ Leben ist und was ein echter Herzschmerz bedeutet.“ Regie: Scott Cooper
Mehr Infos und Trailer unter: http://www.crazyheart.de/
Cast (Auszug):
• Jeff Bridges – „Bad Blake“ (Joachim Tennstedt)
• Maggie Gyllenhaal – „ Jean Craddock“ (Vera Teltz)
• Colin Farrell – „Tommy Sweet“ (Florian Halm)
• Robert Duvall – „Wayne“ (Friedrich Georg Beckhaus)
Alice im Wunderland – Kinostart: 04.03.2010
Auf diesen Film freu ich mich schon seit Wochen. In England liest man fast jeden Tag über Tim Burtons Werk. Momentan eher in Bezug auf einen Streit, der ausgelöst wurde. Der Verleiher möchte die DVD bereits 3 Monate nach dem Kinostart rausbringen, statt wie weltweit üblich nach 4 Monaten. Mir ist das eigentlich ziemlich egal. Denn diesen Film schau ich mir auf jeden Fall in 3-D an. Das ist ein Film, in dem ich gerne mitgespielt hätte. Ich war als kleines Kind auch eine „Traumtänzerin“. Hab mir kleine Fantasiewelten geschaffen. Genau wie Alice. Schon damals in den 80er Jahren hab ich die Trickfilmserie, die im Fernsehen lief, nie verpassen wollen. Danke Tim Burton.
„Die 19-jährige Alice kehrt nach vielen Jahren in das Land ihrer Kindheits-Abenteuer zurück. Sie wird mit ihren alten Freunden wiedervereint, und lernt ihre wahre Bestimmung kennen. Die tyrannische Herrschaft der „Roten Königin“ zu beenden.“ Regie: Tim Burton
Trailer und weitere Infos unter: http://www.disney.de/DisneyKinofilme/alice/
Cast (Auszug):
• Mia Wasikowska – „Alice“ (Marie-Luise Schramm)
• Johnny Depp – „verrückter Hutmacher“ (David Nathan)
• Helena Bonham Carter – „Rote Königin“ (Vera Teltz)
• Anne Hathaway – „Weiße Königin“ (Marie Bierstedt)
• Crispin Glover – „Herzbube“ (Frank Schaff)
• Matt Lucas – „Didel“ (?)
• „Die Grinsekatze“ (Gerd Wameling) – im engl. Original Stephen Fry
• Christopher Lee – „Jabberwocky“ (Otto Mellies)
• Timothy Spall – „Bernard“ (Reiner Schöne)
• Barbara Windsor – „Verwegene Schlafmaus“ (?)
Die Synchronsprecher/deutschen Synchronstimmen, die wir in Klammern hinter die Schauspieler gesetzt haben, sind von uns gewünschte, erhoffte oder aufgrund des Films/Filmtrailers erhörte Stimmen. Sobald eine offizielle Besetzung veröffentlicht wird, werden wir diese ergänzen!
Theatertipp London Westend: The Little Dog Laughed
Gestern hat meine liebe „Kultur“Freundin Ute ihr Weihnachtsgeschenk eingelöst. Ich hatte uns Tickets fürs Garrick Theatre gekauft. Die Vorstellung war nicht ausverkauft und wir hatten schon die Befürchtung, dass das Stück so schlecht sein würde, dass selbst die hochkarätigen Schauspieler das Publikum nicht halten könnten.
Aber wir haben uns – gottseidank – getäuscht.
„Der aufstrebende Film Star Mitchell Green verkörpert alles, was Frauen sich erträumen. Durch seine Agentin Diane, die sich bestens in der Hollywood Branche auskennt, wird seine Karriere vorangetrieben. Diane sorgt dafür, dass Mitchell gefragt ist, dass er von der Presse ins rechte Licht gerückt wird. Daher gefällt es ihr gar nicht, dass Mitchell’s neuer „Freund“ Alex das Spielfeld betritt und seine gutaussehende Freundin Ellen (Ja, er hat eine Freundin). Aber sie wäre keine gute Agentin, wenn sie nicht für alles eine Lösung finden würde.“
Douglas Carter Beane’s Comedy ist eine Satire auf die Intrigen und Spiele in der Filmindustrie.
Was mich wirklich fasziniert hat – neben der Szene, in der Rupert Friend (Mitchell) nur in Unterhose gekleidet vor dem ganz nacktem (JA!) Harry Lloyd (Alex) auf die Knie geht, um diesen zu beglücken – war, dass alle Darsteller, obgleich sie Briten sind, Amerikanisch gesprochen haben. Ich war teilweise verwirrt und verunsichert, ob ich mich vielleicht getäuscht hätte, da sie alle Briten sind, so echt wirkte das.
In oben genannter Szene ging übrigens ein Raunen durch den Saal. Nur ein Mann schrie aus den hinteren Rängen: „Ich will auch!“
Neben mir sass ein älteres Paar, das anfangs noch etwas verunsichert schien, aber schon nach weiteren 10min hatten sie ihre Unsicherheiten vergessen und haben herzlich gelacht.
Trailer und Infos unter: http://www.garrick-theatre.co.uk/
Cast: Rupert Friend, Gemma Arterton, Tamsin Greig und Harry Lloyd
Das Stück läuft noch bis April 2010. Tickets unter: http://www.londontheatredirect.com
British Academy Awards „Bafta“ 2010 – Gewinner
Am 21.02.09 fanden die British Academy Awards statt.
„The Hurt Locker“ setzte sich in vielen Kategorien gegen die Konkurrenz durch. Erstaunlich wenig Preise heimste hingegen „Avatar“ ein.
Besonders gefreut hat mich der Preis für den besten Nebendarsteller für Christoph Waltz. Er hat eine sehr rührende Dankesrede vorbereitet, und man konnte ihm seine Aufregung ansehen, aber das war ehrlich und sehr menschlich.
Die Gewinner 2010:
• „Bester Film“: „The Hurt Locker“ – Kathryn Bigelow, Mark Boal, Nicolas Chartier und Greg Shapiro
• „Bester fremdsprachiger Film“: „A Prophet“ – Pascal Caucheteux, Marco Cherqui, Alix Raynaud und Jacques Audiard
• „Bester Schauspieler“: Colin Firth in „A Single Man“ (Sync: Uwe Büschken)
• „Beste Schauspielerin“: Carrey Mulligan in „An Education“ (Sync: Giuliana Jakobeit)
• „Bester Nebendarsteller“: Christoph Waltz in „Inglourious Basterds“
• „Beste Nebendarstellerin“: MO’NIQUE in „Precious: Based on the Novel Push by Sapphire“ (Sync: Rosland Baffoe)
• „Den Orange Rising Star Award“ – ein Nachwuchstalent-Preis – Kristin Steward (u.a. „Twilight Saga“) (Sync: Annina Braunmiller)
Alle Gewinner und weitere Informationen unter: http://www.bafta.org/awards/
Die Berlinale 2010 – Preise und Ehrungen
Die Bären sind vergeben. Die 60. Berlinale hat erfolgreich ihren Abschluss gefunden. Die Preisträger sind:
• Internationale Jury:
º Goldener Bär für den Besten Film: „Bal“ („Honey“) von Semih Kaplanoglu
º Silbener Bär – Grosser Preis der Jury: „Eu cand vreau sa fluier, fluier“ („If i want to whistle, i whistle“) von Florian Serban
º Silbener Bär – Beste Regie: Roman Polanski für „The Ghost Writer“
º Silbener Bär – Beste Darstellerin: Shinobu Terajima in „Caterpillar“ von Koji Wakamatsu
º Silbener Bär – Bester Darsteller: Grigori Dobrygin und Sergei Puskepalis in „Kak ya provel etim letom“ („How i ended this Summer“) von Alexei Popogrebsky
º Silbener Bär – Herausragende künstlerische Leistung: Pavel Kostomaov für die Kamera in „Kak ya provel etim letom“ („How i ended this Summer“) von Alexei Popogrebsky
º Silbener Bär – Bestes Drehbuch: Wang Quan’an und Na Jin für „Tuan Yuan“ („Apart Together“)
º Alfred Bauer Preis: „Eu cand vreau sa fluier, fluier“ („If i want to whistle, i whistle“) von Florian Serban
Die Internationale Jury 2009: Werner Herzog (Regisseur), Francesca Comencini (italien. Regisseurin und Autorin), Nuruddin Farah (afrik. Autor), Cornelia Froboess (Schauspielerin), José Maria Morales (span. Produzent), Yu Nan (chin. Schauspielerin) und Renée Zellweger (Schauspielerin)
weitere Preise:
• Preis für den Besten Erstlingsfilm
• Preise der Internationalen Kurzfilmjury
• Preise Sektion Generation – Kinderjury
• Preise Sektion Generation – 14plus
• Goldener Ehrenbär 2010: Hanna Schygulla und Wolfgang Kohlhaase
• Preise von unabhängigen Jurys
mehr unter: www.berlinale.de
Zieht man Bilanz sind sich die Kritiker einig. Eine relativ aufgeräumte Berlinale. Keine sonderlichen Highlights. Natürlich mit kleinen Highlights siehe Pressestimmen:
Perlentaucher
22.02.2010. Der Goldene Bär für den türkischen Film „Honig“ stößt auf laue Zustimmung nach einer allgemein als etwas fad resümierten Berlinale.
Gefeiert wird allerdings noch Dominik Grafs Fernsehserie „Im Angesicht des Verbrechens“.
http://www.welt.de/die-welt/kultur/article6499222/Sopranos-in-der-Russendisko.html
Süddeutsche Zeitung, 22.02.2010
Absolut gelungen findet Christopher Keil Dominik Grafs Fernsehserie „Im Angesichts des Verbrechens“, die noch ganz zuletzt auf der Berlinale gezeigt wurde. Der Mehrteiler, der im April auf Arte läuft, „ist die Verdichtung aller guten und sehr guten Kriminalfilme, die Dominik Graf in den vergangenen zwanzig Jahren vorgelegt hat. Graf mag Action, er mag Details, er drückt aufs Tempo, er inszeniert das scheinbar Nebensächliche, um den Kern seiner Figuren frei zu legen.“
Veranstaltungshinweis Berlin: Kaminski Live-Hörspiel März 2010
Kaminski On Air *Der Ring des Nibelungen*
Dreidimensionales Live-Hörspiel nach Richard Wagner
Philharmonie Berlin, Kammermusiksaal
In Kooperation mit dem Deutschen Theater Berlin
Stefan Kaminski – Sprecher
Sebastian Hilken – Kontrabass
Hella von Ploetz – Glasharfe
Natascha Zickerick – Tuba
Stefan Brandenburg – Keyboards
mo 22. märz 2010, 20 uhr
Teil 1: Das Rheingold
mo 29. märz 2010, 20 uhr
Teil 2: Die Walküre
mi 31. märz 2010, 20 uhr
Teil 3: Siegfried
do 8. april 2010, 20 uhr
Teil 4: Götterdämmerung
Karten für eine Einzelvorstellung zum Preis von 12 bis 20 Euro
Karten für den kompletten Ring: 20% Ermäßigung auf den Einzelpreis (nicht im Internet buchbar)
030/254 88 999 (täglich 9–18 Uhr) und an der Kasse der Philharmonie (Mo bis Fr 15–18 Uhr, Sa/So und Feiertage 11–14 Uhr) http://www.berliner-philharmoniker.de
Podcast unter:
http://www.berliner-philharmoniker.de/forum/podcast/details/cast/nibelungen-on-air-stefan-kaminski/
Außerdem „Kaminski On Air“ im März am Deutschen Theater:
05. März, 19.30 – 20.45 Uhr: „Götterdämmerung“
Düsseldorfer Schauspielhaus: „Die Beteiligten“ von Kathrin Röggla – Letzte Vorstellungen
Letzte Vorstellungen in Düsseldorf, 27. und 28.02.2010, jeweils 19.30 – 21.00 Uhr:
Die Beteiligten von Kathrin Röggla
Karten sind noch im Vorverkauf erhältlich.
Immer wieder füllen sie Titelseiten, beherrschen die Nachrichten: Fälle von Menschen, die verschwunden waren, entführt und tot geglaubt. Wenn solch ein Mensch plötzlich wieder auftaucht, findet er sich wieder als Objekt medialen Interesses, gehypt und begafft wie ein Popstar.
Kathrin Rögglas neues Stück richtet seinen Blick auf unsere Medienwelt: Auf „die Beteiligten“, auf die zweite Reihe all der Journalisten und Psychologen, auf Menschen aus dem Umfeld der Opfer, die Teil haben wollen am Medienereignis, weil sie sich einen beruflichen Wiedereinstieg erhoffen oder einen Karrieresprung, weil sie endlich auch einmal im Mittelpunkt stehen wollen oder einfach, um dabei gewesen zu sein. (Quelle: duesseldorfer-schauspielhaus.de)
Kritiker und Publikum zeigten sich begeistert von der außergewöhnlichen Düsseldorfer Uraufführung. Was die Interessierten erwartet, kann man z.B. in Annette Bosettis Kritik in der Rheinischen Post oder in den Zuschauerkommentaren zum Stück nachlesen.
„Die Beteiligten“ von Kathrin Röggla, Uraufführung: April 2009, Regie: Stephan Rottkamp, Bühne: Robert Schweer, Kostüme: Esther Geremus
Mit: Denis Geyersbach, Claudia Hübbecker, Anna Kubin, Wolfram Ruberti, Pierre Siegenthaler, Susanne Tremper
Hörbuchtipp: Shutter Island – Mit Oliver Rohrbeck, ab 25.02.2010
Eben erst wurde Andreas Fröhlich zum Besten Interpreten beim Deutschen Hörbuchpreis 2010 für die Lauscherlounge Produktion „Doppler“ von Erland Loe, erschienen in der Edition Handverlesen, ausgezeichnet, nun legen die Lauscherlounge-Macher um und mit Oliver Rohrbeck mit der Hörbuchfassung zum Kinostart von „Shutter Island“ nach. Die nächste Die drei ??? Folge 137 „Pfad der Angst“ erscheint ebenfalls in Kürze (07.03.2010) und wird sich mit größter Wahrscheinlichkeit wie die früheren Folgen ganz vorn auf der FOCUS-Bestsellerliste platzieren. Nicht zu vergessen natürlich, dass Jens Wawrczeck gerade erst „Als ob nichts geschehen wäre“ von Julian Gloag für die Lauscherlounge gelesen hat …
„Shutter Island erzählt die Geschichte des US-Marshalls Edward Daniels und seines Partners Chuck, die auf der Insel Shutter Island das spurlose Verschwinden einer geistesgestörten Kindermörderin aus einer Zelle eines psychiatrischen Spezialgefängnisses untersuchen sollen. Während der Ermittlungen verdichtet sich der Verdacht, dass in dem Gefängnis verbotene Experimente an den Insassen durchgeführt werden. Die Ereignisse spitzen sich dramatisch zu und es kommt zu einem unerwarteten Finale…“ (buchkatalog.de)
Dennis Lehane: Shutter Island, Lauscherlounge / Lübbe Audio, Gelesen von Oliver Rohrbeck, 6 CD, € 19,99
Bei amazon.de
Hörspieltipp: Taxifahrt durchs Schattenreich, 23.02.2010, 20.05 Uhr, WDR 5
Das WDR Fernsehen sendete am 19.02.2010 einen Film von Peter F. Müller: „Chicago am Rhein – Von großen und kleinen Ganoven in Köln“, der sich mit den „Helden“ der Kölner Halb- und Unterwelt der 60er Jahre beschäftigte, die sich selbst gerne als ehrenwerte Räuber sahen. In Zusammenarbeit mit dem WDR Fernsehen entstand aus dem Material zu diesem Film das Hörspiel „Taxifahrt durchs Schattenreich“ von Peter F. Müller und Leonhard Koppelmann:
„1976 beschrieben Paul Schrader (Drehbuch) und Martin Scorsese (Regie) in ihrem Film „Taxi Driver“ die Stadt New York als Moloch des Verbrechens. Die beiden Kölner Autoren Peter F. Müller und Leonhard Koppelmann schicken jetzt abermals ein Taxi ins Dickicht der Städte. Ihre nächtliche Fahrt geht dabei quer durch die Zeiten, mitten ins Herz der Kölner Unterwelt. Die beschauliche Metropole des Rheinlands wird zu einem mythischen Ort, wo Verbrecher noch eine „Ehre“ hatten. Diese ehrenwerten Räuber hießen Zement Kopp, der Lange Tünn, der Dicke Johnny oder Das Ei und bescherten Köln in den 60er Jahren den Spitzenplatz in der nationalen Kriminalitätsstatistik: Einbrüche, Hehlerei, Prostitution und Zuhälterei. Der Journalist Peter F. Müller hat sich auf Spurensuche ins Kölner Schattenreich begeben und zahlreiche Interviews mit den Gangster-Veteranen geführt. Leonhard Koppelmann hat dieses Material zur Taxi Driver-Erzählung verdichtet. Eine Grand-Tour-de-Milieu.“ (WDR5.de)
Weitere Infos und Hörprobe auf wdr5.de
Erzähler: Dietmar Mues
Shutter Island – Kinostart: 25.02.2010
Ich musste mir den Trailer mehrmals anhören. Ich hab mit Kopfhörern erst vermutet, dass Leonardo eine neue Synchronstimme bekommen hat. Ich glaube aber, dass Gerrit Schmidt-Foß einfach eine super Arbeit abgeliefert hat. Der Character des sehr toughen U.S. Marshals, den Leonardo spielt, erfordert eine ebenso männliche Stimme. Ich werde „Shutter Island – Kinostart: 25.02.2010“ weiterlesen
Berliner Theatertreffen 2010: 3 x Schauspiel Köln, außerdem u.a. Marthaler/Viebrock/Carp mit Raphael Clamer und Ueli Jäggi
Große Freude im Rheinland, Schauspiel Köln meldet:
HATTRICK FÜR DAS SCHAUSPIEL KÖLN.
Auch im dritten Jahr der Intendanz von Karin Beier ist das Schauspiel Köln zum Berliner Theatertreffen 2010 (07.-23. Mai 2010) eingeladen, als einziges Theater mit drei Inszenierungen: „Die Kontrakte des Kaufmanns“ von Elfriede Jelinek in der Regie von Nicolas Stemann als Koproduktion mit dem Thalia Theater, „Kasimir und Karoline“ von Ödön von Horváth in der Regie von Johan Simons als Koproduktion mit dem NTGent und schließlich „Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen“ von Ettore Scola und Ruggero Maccari in der Regie von Karin Beier.
„Kasimir und Karoline“ und „Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen“ (u.a. mit Karin Pfammatter) sind weiterhin auf dem Spielplan des Schauspiel Köln, „Die Kontrakte des Kaufmanns“ (u.a. mit der Deutschen Hörbuchpreisträgerin 2010 Maria Schrader) sind derzeit am Hamburger Thalia Theater zu sehen.
Zuletzt 2009 zum Theatertreffen eingeladen, aus organistorischen Gründen aber nur als TV-Dokumentation zu sehen, gibt es im Mai 2010 die Marthaler-Familie nun wieder live in Berlin. Es ist die 13. Einladung für Christoph Marthaler seit 1993.
Riesenbutzbach von Christoph Marthaler und Anna Viebrock (Uraufführung: Wiener Festwochen 2009)
Mit: Marc Bodnar, Raphael Clamer, Bendix Dethleffsen, Silvia Fenz, Olivia Grigolli, Christoph Homberger, Ueli Jäggi, Jürg Kienberger, Katja Kolm, Bernhard Landau, Barbara Nüsse, Sasha Rau, Lars Rudolph, Clemens Sienknecht, Bettina Stucky
Regie: Christoph Marthaler, Bühne Anna Viebrock, Dramaturgie / Texte: Stefanie Carp
Zur Festspielseite mit allen zehn eingeladenen Produktionen
